Der Server

Hier stehen ein paar Informationen zum Server selbst.

Das Serverboard

Bild vom Mainboard

Das eingesetzte Board ist ein Intel® D2500CCE inkl. Intel® Atom D2500.

Beschreibung:

Das PC-Mainboard Intel® D2500CCE ist mit dem Intel®-Atom-Prozessor-D2500 und dem Intel®-NM10-Express-Chipsatz ausgestattet und bildet so ein Embedded-Desktop-System, das einem herkömmlichen PC in nichts nachsteht. Das Board verfügt über zwei integrierte Intel®-LAN-Schnittstellen (10/100/1000 MBit/s), eine vollständige Unterstützung älterer Funktionen dank vier serieller Ports und Intel®-High-Definition-Audio (Intel®-HD-Audio). Dank seines passiven Kühlers eignet sich das D2500CCE für die Verwendung in Embedded-Systemen mit geringem Energieverbrauch. Das Mini-ITX-Format und das unterstützte Mini-ITX-Ecosystem machen das D2500CCE zu einem kostengünstigen Embedded-Desktop-System für Einsteiger.

Nach einigen Startschwierigkeiten mit dem Intel® D2700DC inkl. Intel® Atom D2700 habe ich mich wegen dem VGA-Grafikausgang für dieses Board entschieden. Man fragt sich jetzt natürlich, warum ist bei einem Server der Grafikkartenstecker wichtig?

Das Ursprüngliche Intel® D2700DC inkl. Intel® Atom D2700 Board war trotz vieler Versuche nicht in der Lage, ohne einen angeschlossenen Monitor zu booten. Da dies natürlich für einen Server untragbar ist, habe ich es gegen das Intel® D2500CCE inkl. Intel® Atom D2500 ausgetauscht.

Bei dem Intel® D2500CCE inkl. Intel® Atom D2500 lässt sich dank vorhandenem VGA-Ausgang ein so genannter VGA- oder auch DVI-Dummy bauen. Eine Anleitung dazu findet ihr in unserem Wiki

Technische Daten:

ProzessorBezeichnungIntel® Atom™ D2500 (1,86 GHz)
 Anzahl Prozessorkerne2
 Taktfrequenz1866 MHz
 CacheLevel 2 1024 kB
 BefehlssätzeExecute Disable Bit, SSE2, SSE3, SSSE3
 BustaktFSB 2500 MT/s
 Speicher-ControllerSpeicherstandards DDR3-800
  DDR3-1066 Speicherkanäle 1
 ProzessorkernCedar Trail, 32 nm
 max. Leistungsaufnahme10 Watt
 Core Spannung0.91 - 1.21 Volt
 BauformmFC-BGA
ChipsatzIntel® NM10 Express 
Steckplätze1x PCI 32 Bit Steckplätze 
 32 Bit 5 Volt 33 Mhz 
 1x Mini PCIe 
FormfaktorMini-ITX 
NetzteilATX12V 2.0 (24-Pin + 4-Pin) 
Speichermaximal4.0 GB
 Art des SpeichersSDRAM-DDR3
 Speichersockel2x Sockel DDR3
  Sockel SO-Dimm
 StandardsDDR3-1066, DDR3-1333, DDR3-1600
  Speichertakt von CPU abhängig
 Kanäle1
 ECC wird unterstütztNein
 Registered wird unterstütztNein
 Fully Buffered wird benötigtNein
AnschlüsseSeriell2x
 Parallel1x
 PS/2-Maus1x
 PS/2-Tastatur1x
 3-polig Lüfter1x
SATA-ControllerArt des ControllersSerial ATA
 Anschlüsse intern2x SATA
 ProtokolleSerial ATA/300
 Max. Übertragungsrate300.0 MB/s
 Maximale Geräteanzahl2
 Kanäle2
USB-ControllerArt des ControllersUSB 2.0
 Anschlüsse extern4x USB-A extern
 ProtokolleUSB 2.0
 Max. Übertragungsrate60.0 MB/s
 Maximale Geräteanzahl4
 Kanäle1
GrafikchipBezeichnungIntel® Graphics Media Accelerator 3600
 Taktfrequenz Chip400 MHz
 Pixel-Pipelines4 Stück
 Shader Model4.1
 DirectX Version9.3
 OpenGL Version3.0
 MPEG2 WiedergabeJa
 MPEG2 EncodingNein
 Direkte Anschlüsse1x DVI-I
  1x VGA
 Weitere InfosH.264 and VC1 hardware decoder, HDCP1.3
SoundChipRealtek ALC662
 Eingänge1x Line-In
  1x Mikrofon
 Ausgänge1x Line-Out
 Kanälebis zu 2 analog
 Surround6-Kanal Soundchip
LANBezeichnungIntel® i82574L
 Anschlüsse2x RJ-45 (LAN)
 TransferrateLAN 10/100/1000 MBit/s
 ChipsatzIntel® 82574L
Optional nutzbar2x USB 2.0 
 2x seriell 
 1x parallel 
ZubehörCD (Treiber, Anleitung) 
 2x SATA-Kabel 
 ATX-Blende 
 Aufkleber (Übersicht) 
BIOSBIOS-TypEFI
 ACPI version2.0b
 BIOS-Speichergröße8 MB
AbmessungenTiefe170 mm
 Breite170 mm
BetriebsbedingungenTemperaturbereich bei Lagerung-20 - 70 °C
 Temperaturbereich in betrieb0 - 55 °C

Um es nochmal zu sagen: Das Board ist perfekt für den Betrieb unter Linux. Ubuntu 12.04 64-Bit läuft out of the Box, auch ohne vorheriges BIOS-Update. Die Grafikkarte ist dank fehlender Treiber nur unter Windows 32-Bit verwendbar, Diese wird bei einem Server jedoch nicht benötigt.

Man hört in diversen Internetforen auch, dass auch mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher unter Linux 64-Bit auf diesem Board funktionieren sollten, da aber hierzu keine Beweise vorgebracht wurden, war mir das Risiko zu groß.

Der Arbeitsspeicher

Bild vom Arbeitsspeicher

Als Arbeitsspeicher wurden zwei Kingston ValueRAM SO-DIMM 2 GB DDR3-1066 Speicherrigel verbaut.

Beschreibung:

Das KVR1066D3S8S7/2G ist ein 2-GB-DDR3-PC3-8500 Speichermodul (1066 MHz, CL7) von Kingston. Das 204-Pin-Unbuffered-SO-DIMM-Modul ist mit FBGA-Chips bestückt und besitzt vergoldete Kontakte. Es ist geeignet für Notebooks und mobile Systeme mit DDR3-SO-DIMM-Speicherbänken.

Technische Daten (Ein Modul):

ModellbezeichnungKVR1066D3S8S7/2G 
Gesamtkapazität2048 MB 
Module1 Stück 
BauformSO-DIMM 
TypSDRAM-DDR3 
StandardDDR3-1066 (PC3-8500) 
TimingsCAS Latency (CL)7
 RAS-to-CAS-Delay (tRCD)7
 RAS-Precharge-Time (tRP)7
 Row-Active-Time (tRAS)20
Anschluss204-Pin 
Organisation256Mx8 
Spannung1.5 Volt 
Spannungsbereichab 1.425 Voltbis 1.575 Volt
Weitere InfosMemory rankingSingle Rank
 ECCNein
 Speichertaktfrequenz1066 MHz
 BleiüberzugGold
   

Ich habe mich für diesen Arbeitsspeicher wegen des guten Ruf's von Kingston entschieden. Die Qualität der Marke durfte ich bereits des öfteren bei diversen Desktop Rechnern erleben.

Die Festplatten für den RAID

Bild von den Festplatten

Als Massenspeicher wurden 2 Western Digital WD20EURS 2 TB Festplatten verbaut.

Beschreibung:

Die stromsparende SATA-Festplatte AV-GP von Western Digital nutzt die GreenPower-Technologie, um die extrem hohen Anforderungen anspruchsvoller Audio- und Video-Umgebungen zu meistern. Mit einer Stromersparnis von bis zu 40% bleibt sie kühl und leise. Darüberhinaus bietet sie hohe Zuverlässigkeit für digitale Videorekorder, Digitalempfänger und Aufzeichnungen von Videoüberwachungen.

Technische Daten:

ModellbezeichnungWD20EURS 
SerieAV-GP 
Bauform3,5 Zoll 
Kapazität2000 GB 
Schnittstelle (intern)Serial ATA/300 
Stromanschluss15-polig 
Cache64 MB 
GeräuschentwicklungRuhe23 dB(A)
 Betrieb24 dB(A)
StromverbrauchLesen/Schreiben4.9 Watt
 Ruhezustand4.2 Watt
 Standby0.4 Watt
 Sleep0.4 Watt
Features24-Stunden-Dauerbetrieb 
SchockresistenzBetriebmax. 65 G in 2 ms
 Ausgeschaltetmax. 250 G in 2 ms
Nettogewicht600 g 
AbmessungenBreite102 mm
 Höhe26 mm
 Tiefe147 mm
Weitere BesonderheitenGreenPower 
 SilkStream 
 IntelliSeek 
 IntelliPark 
 Preemptive Wear Leveling (PWL) 
 IntelliPower 

Die Festplatten sind wirklich fast unhörbar und dadurch auch für den Betrieb außerhalb eines Serverschrankes im Keller benutzbar. Man kann weder die für Festplatten typischen Klick-Geräusche hören, noch sind Vibrationen am Gehäuse spürbar.

Das eingerichtete RAID 1

Bild von der Raid EinrichtungDie vorher beschriebenen Festplatten wurden aus Datensicherheitsgründen in einem RAID 1, auch Mirroring genannt, verbaut. Dies bedeutet, dass trotz vorhandenem Festplattenspeicher von 4 TByte nur 2 TByte zur Verfügung stehen, da beide physichen Festplatten zusammen eine logische Festplatte bilden.

Man hat hierfür die Möglichkeit den RAID durch einen eigenständigen RAID-Controller steuern zu lassen (Hardware-RAID), den RAID vom BIOS des Mainboards steuern zu lassen (Host-RAID), oder das Betriebssystem die Verwaltung des RAID's übernehmen zu lassen (Software- oder Fake-RAID).

Ich habe mich hierbei für einen Software-RAID entschieden, da dies die kostengünstigste Variante für einen RAID darstellt und bei einem Wechsel der Hardware keine Probleme entstehen. Da hierbei auch keine weitere Hardware benötigt wird, fallen auch keine zusätzlichen Stromkosten an.

Um einen Software-RAID mit Ubuntu Server 12.04 einzurichten braucht man nichts als die Installations-CD. Ich habe beide Festplatten im ersten Schritt von der Installationsroutine automatisch partitionieren lassen und habe anschließend die Nutzung auf "für RAID reserviertes Gerät" umgestellt. Damit waren alle benötigten Partitionen angelegt, die ich später im RAID redundant halten möchte. Danach muss nur noch der RAID zusammengeführt werden und die Einhängepunkte der einzelnen Partitonen festgelegt werden.

Eine genaue Anleitung wie man einen RAID bei der Installation einrichtet, findet ihr in unserem Wiki .

Das Netzteil des Servers

Bild vom Netzteil

Als Energieversorger wurde das be quiet! Pure Power L7 300W Netzteil verbaut.

Beschreibung:

Die Pure-Power-Serie von be quiet! besticht durch hohe Qualität, ausgereifte Technik und das energiesparende Konzept. Das Pure Power L7 300W liefert bis zu 300 Watt, verfügt über zwei getrennte +12-Volt-Leitungen, einen hohen Wirkungsgrad von bis zu 87% und geringen Standby-Verbrauch von 0,5 Watt. Es ist ein zuverlässiges Netzteil für PC-Systeme, bei denen ein hoher Wert auf stabile Stromversorgung gelegt wird. So verfügt es auch über zahlreiche Sicherheitsschaltungen, um einer großen Reihe von Störungen vorzubeugen.

Technische Daten:

LeistungGesamt300 Watt
 Combined Power 3,3V/5V110 Watt
 Combined Power 12V252 Watt
 Effizienz87 %
Eingangsspannung100-240 Volt 
StandardATX 2.03 
 ATX12V 2.3 
Hauptanschluss1 x ATX (20-polig)Kabellänge 40 cm oder
 1 x ATX 2.x (24-polig)Kabellänge 40 cm oder
 1 x EPS (24-polig)Kabellänge 40 cm
Laufwerksanschlüsse2 x 5,25 Zoll 
 1 x 3,5 Zoll 
 3 x SATA 
Stromstärken+3,3V21 Ampere
 +5Vsb2.5 Ampere
 +5V15 Ampere
 +12V118 Ampere
 +12V218 Ampere
 +12V Gesamt21 Ampere
 -12V0.3 Ampere
SchutzfunktionenSchutz vor Stromspitzen (OCP) 
 Überspannungsschutz (OVP) 
 Unterspannungsschutz (UVP) 
 Überlastschutz (OLP/OPP) 
 Kurzschlussschutz (SCP) 
 Überhitzungsschutz (OTP) 
RückseiteNetzschalter 
EigenschaftenAktiv PFC 
FeaturesATX12V 2.3, 80 PLUS zertifiziert 
 Energy Star 4.0 
 Standby-Verbrauch0,5 Watt
Geräuschentwicklungmax. 19 dB(A) 
BauformATX 
AbmessungenBreite150 mm
 Höhe86 mm
 Tiefe140 mm

Natürlich ist dieses Netzteil für einen Server völlig Overpowered, jedoch war es das preislich attraktivste was der Lieferant zu bieten hatte. Davon abgesehen ist dieses Netzteil absolut geräuschlos im Betrieb und bietet durch diverse Schutzfunktionen viel Sicherheit für den Serverbetrieb.